Harmonie der Nahrungsaufnahme, der Körper als Tempel

kleiner Sugarbird mit großer Marmelade
kleiner Sugarbird mit großer Marmelade

Nach Jahren in der Fitnessbranche, als aktiver Trainer und Ausbildnerin, kommen einem die spannendsten Ernährungsempfehlungen unter. Fast jeder Trainer hat seine individuelle Optimal-Ernährung, je nach seinen Spezialgebieten. 

 

Da findet man den Yogatrainer mit seinen gekochten Getreide-Gemüseeintöpfen genauso wie den muskelaufbauenden Proteinshakeschlucker.

Je nach Saison kann sich das auch schnell wieder ändern. Vielleicht steht gerade ein Triathlon ins Haus oder man hat von den Shakes zu viele Pickel bekommen, da wird wieder umgestellt.

 

Nach all den Jahren der Selbstversuche, Rücksprachen mit Trainerkollegen und zahlreichem Kundenfeedback, bin ich schlussendlich bei einer stets flexiblen, ausgewogenen Nahrungsaufnahme nach den Grundprinzipien der TCM gelandet.

 

Ayurveda habe ich zwar ausreichend probiert, aber weder Ghee noch die vielen Hülsenfrüchte haben mir geholfen den Körper unter Alltagsstress zu harmonisieren.

 

Proteinreiche Tage helfen zwar das Gewicht zu halten, schenken aber auf die Dauer zu wenig Energie, um Ausdauer im Leben zu haben - und damit meine ich nicht nur Sport, sondern auch unser tägliches Leben. Weiters führt es nicht selten zu Problemen der Nieren, wenn die Mindestmengen an reinem Wasser nicht täglich mitgeliefert werden.

 

 

 

 

Basics der gesunden Ernährung

 

- Freude: Freude am Essen zu haben, ist eine wichtige Voraussetzung dafür, die Speisen genießen zu können. Wenn wir mit dem Essen zufrieden sind und eine gute Beziehung zu dem haben, was wir essen, wird unser Körper den Stoff besser in unser System integrieren können. Oft ist es wichtiger, eine bessere Beziehung zum Essen zu bekommen, als eine neue Diät auszuprobieren!

 

 

- Positive Einstellung: Viele von uns hängen Glaubenssystemen nach, die Speisen in gut oder schlecht einteilen. Was allerdings gut oder schlecht für unseren individuellen Organismus ist, sollte uns nicht von einer Ideologie vorgeschrieben werden. Besser, ein Stück Schokoladentorte mit Genuß und ohne Schuldgefühle essen, wenn man Appetit darauf hat. Was immer wir essen, sollten wir für uns akzeptieren und willkommen heißen. Damit schaffen wir für unsere Milz ein gutes Klima, das Beste aus der Nahrung herauszuholen.

 

 

- Entspannung: Die Chinesen glauben, daß es besser ist, Essen und Arbeit nicht zu vermischen. Unsere Verdauung funktioniert am besten, wenn wir uns auf die Freuden des Essens konzentrieren und nicht an die Belastungen am Arbeitsplatz denken. Soweit es möglich ist, sollten wir unsere Mahlzeit ruhig und entspannt einnehmen und dabei weder lesen noch fernsehen oder Dienstbesprechungen abhalten.

 

 

- Gut kauen: Die Chinesen sagen, der Magen hat keine Zähne. Wir sagen, gut gekaut ist halb verdaut! Wir sollten es uns zur Gewohnheit machen, jeden Bissen mindestens 20 mal zu kauen. Gut gekautes Essen hilft den Verdauungsorganen, die Essenz leichter aus der Nahrung zu extrahieren. Außerdem fühlt man sich schneller satt und braucht nicht so viel zu essen. Kalte Speisen werden durch intensives Kauen auch erwärmt.

 

 

- Aufhören, wenn es am Besten schmeckt: In unserer Überflußgesellschaft kann dies manchmal schwierig sein. Wer kennt nicht das Völlegefühl und die Schläfrigkeit, die entsteht, wenn man sich "überfressen" hat? Alles Qi und Blut fließt in den mittleren Erwärmer, um den Exzeß bewältigen zu können. Wird dies zur Gewohnheit, wird unsere Milz geschwächt und Nässe-Schleim kann sich bilden. Um diese Überfülle überhaupt bewältigen zu können, wird sie als Fettreserve zur Seite geschoben.

 

 

- Nicht die Milz überfluten: Die Milz verabscheut zuviel Flüssigkeit, besonders wenn sie während einer Mahlzeit getrunken wird. Trinke möglichst nichts zu den Mahlzeiten! Das Getränk vermischt sich mit dem Speisebrei und verdünnt die Verdauungssäfte, so daß die Verdauungsarbeit von Milz und Magen erheblich beeinträchtigt wird. Besser ist es, zwischen den Mahlzeiten etwas zu trinken.

 

 

- Nicht die Milz verkühlen: Das Milz-Yang ist leicht zu schädigen. Besonders Rohkost oder kalte Speisen/Getränke schwächen die Milz. Der Verdauungsprozeß braucht Wärme zum Aufschließen der Nahrungsmittel. Ein Kühlschrank im Bauch konserviert die Speisen, anstatt sie zu verdauen, Nahrungsmittelblockaden können entstehen.

 

 

- Iß morgens wie ein König, mittags wie ein Edelmann und abends wie ein Bettler: Darüber ist oben schon ausführlich gesprochen worden.

 

 

- Wähle Nahrungsmittel, die frisch zubereitet sind: Essen aus Dosen, oder noch schlimmer, in der Mikrowelle zubereitet, ist energetisch denaturiert und wertlos. Das Qi der so zubereiteten Speisen ist schrägläufig (Xie) und für die Gesundheit abträglich.

 

 

- Vertraue Deinem Körper: Manchmal bekommen wir eine Gier nach etwas, das uns seltsam vorkommt. Besonders Schwangere kennen diesen gnadenlosen Appetit auf ungewöhnliche Speisen (z.B. Milchreis mit Salzhering). Obwohl solches Verlangen der Gesundheit abträglich erscheint, gibt es ein tieferes Verständnis in uns, das uns unsere wahren Bedürfnisse signalisiert. Was uns gut bekommt, ist auf dieser Ebene zu diesem Zeitpunkt auch gut für uns. Je mehr wir unser Bewußtsein diesen Körpersignalen öffnen, desto besser sind wir in der Lage, die wirklichen Bedürfnisse unseres Körpers von suchthaftem Verlangen zu unterscheiden.

 

 

 

 

 

 

 

Freude am Essen

Meine liebe Yoga-Freundin Louise mit einer Giant-Avocado found in Panama :)

Oft werden aus Diät-Wahn gesunde Fettsäuren jahrelang zu wenig zugeführt. Der Körper zeigt dies durch Müdigkeit, fahle und trockene Haut, sowie Heißhunger.


 

Informationen und Anmeldung unter

C.Haimbl@gmx.at